Lehrstuhl für Komparatistik
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Marx lesen mit Marx lesen

20.10.2018

Zeit: Samstag, 20. Oktober 2018,  9 – 20 Uhr
Ort:Hauptgebäude, Geschwister-Scholl-Platz 1, Raum M203

Programm

Begrüßung: 9:00 Uhr

Sebastian Schuller (LMU): Einleitende Worte zu Gegenwärtigem

Panel 1: Marx als Kampfplatz

9:15 Uhr- 11:45 Uhr

Lars Bullmann (LMU): Entfremdungen – nach Marx

Daniel Neumann (Universität Jena): „The rich are different from you and me.“ – „Yes, they have more money.“ oder: Taugt der Begriff ‚Klassismus‘ zum Klassenkampf?

Chris Reitz (LMU): Darstellung als Kampflatz: Dialektischer Materialismus im Spannungsfeld von Formanalyse und „konkreter Analyse konkreter Situation“

Mittagspause

Panel 2: Marx als Schauplatz

12:45 Uhr – 15:15 Uhr

Samo Tomšič (HU Berlin): Triebleben und Krisenlogik: Marx mit Freud.

Sami Khatib (Leuphana Universität Lüneburg): „Sinnlich übersinnlich“: Zur Ästhetik der Realabstraktion

Julia Landmann (LMU): Bildung als revolutionäre Praxis: Marx, Gramsci, Brecht

Kaffeepause

Panel 3: Marx als Arbeitsplatz

15:45 Uhr – 18:15 Uhr

Stefano Breda (FU Berlin): Für eine synthetisch-rückschauende Lektüre des Marxschen ‚Kapital‘

Jonathan Schmidt-Dominé (LMU): Artikulation und Ausdruck. Zur Pertinenz einer sprachphilosophischen Differenz in Theorien gesellschaftlichen Bewusstseins

Jenny Willner (LMU): Marx und Engels lesen Darwin

Kaffeepause

Abschlussdiskussion 18:45 Uhr


Exakt 200 Jahre nach der Geburt von Karl Marx beabsichtigen die Veranstalter dieses Workshops - Studierende und Promovierende der Komparatistik - nicht lediglich nach der Aktualität von Marxens Analysen zu fragen. Vielmehr wollen sie im Rahmen dieses Workshops diskutieren, was es in der Gegenwart des globalen Kapitalismus bedeuten kann, Marx zu lesen, mit Marx zu arbeiten, ja Marx als Kampfplatz zu begreifen. Inmitten eines europaweiten Erstarkens der ‚neuen‘ Rechten, inmitten eines autoritären Umbaus der bürgerlichen Demokratie, inmitten des Zusammenbruchs ganzer Staaten in Afrika wie im Mittleren und Nahen Osten, der zunehmenden Armutsmigration und der sich abzeichnenden, kapitalismusinduzierten Klimakatastrophe, befinden sie es als die unabweisbare Aufgabe einer engagierten Universität, von Marx ausgehend, zu untersuchen, wie man die versteinerten Verhältnisse zum Tanzen zwingen könnte und dabei zugleich auch jene Frage mit zu bedenken, die Yeats einmal formulierte: „How can we know the dancer from the dance?“

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